MRT der Prostata | Grönemeyer Institut für Mikrotherapie

Diagnostisches Prostata-Zentrum

Wie wird die endorektale multiparametrische MRT der Prostata durchgeführt?

Die Untersuchung erfolgt in einem modernen Hochfeld-Gerät mit besonders großer Öffnung, das auch Patienten mit Beklemmungsgefühl eine komfortable Untersuchung erlaubt.

Weiterhin erlaubt die Geräteausstattung, dass die herkömmliche reine „Schwarz-Weiß“-Bildgebung in der MRT kombiniert werden kann mit funktionellen Parametern, daher wird diese Kombination als „multiparametische“ MRT-Untersuchung bezeichnet. Eine besonders gute räumliche Darstellung der Prostata erreicht man durch den Einsatz einer Empfanggspule im Darm (Endorektalspule), die für die Dauer der Untersuchung im Enddarm verbleibt.

Diese ist einer Ultraschallsonde ähnlich, die viele Männer bereits von der Untersuchung beim Urologen kennen (transrektaler Ultraschall), denn auch hier ist die Untersuchung der Prostata vom Darm aus besser als von der Bauchdecke.

Das typischerweise verminderte Signal eines bösartigen Tumors ist in der herkömmlichen MRT oft schwer gegenüber Signalen einer gutartigen Veränderung abzugrenzen. Im Grönemeyer Institut für Mikrotherapie führen wir daher folgende Zusatzuntersuchungen durch:

3D-Bildgebung

Hochauflösende 3D-Sequenzen erlauben die beliebige Rekonstruktion weiterer Raumrichtungen, ohne die Untersuchungszeit zu verlängern.

Dynamische Kontrastmitteluntersuchung

Bei dieser Untersuchung werden 40 Aufnahmen der gesamten Prostata in Folge erstellt. Sie zeichnen die Anflutung und das Auswaschen des Kontrastmittels auf. Per Computerauswertung entstehen Kurven, anhand derer gegebenenfalls tumortypische Veränderungen zu erkennen sind.



Diffusionswichtung

Informationen über die Molekularbewegung von Wasser lassen Rückschlüsse auf die Zelldichte zu, die bei bösartigen Tumoren gegenüber der Zelldichte des normalen Prostatagewebes erhöht sein kann. Das niedrige Signal (dunkler Fleck) zeigt ein Areal mit verminderter Diffusion, das einem Tumor entspricht.



Spektroskopie

Dieses chemische Analyseverfahren misst Stoffwechselprodukte, die in normalem und krankhaftem Prostatagewebe in unterschiedlichen Konzentrationen vorkommen. Bösartige Tumoren können spezifische Veränderungen mit Anstieg von Cholin und Abfall von Citrat aufweisen.

Aus den erhaltenen Messwerten erstellen wir so genannte Karten („maps“). Diese können zeigen, in welcher Region der Prostata verdächtige Bezirke vorliegen.





 

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ENDOREKTALSPULE - WAS IST DAS? BRAUCHE ICH DAS?

Eine Spule in der Kernspintomographie ist die Empfangseinheit für das Signal, gewöhnlich ist sie im Tisch montiert oder wird auf den Patienten aufgelegt. Je näher sie an der interessierenden Region liegt, desto besser ist das Signal. Das ist kein subjektiver Eindruck sondern ein physikalisches Phänomen. Weiterlesen...

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