Vitalitätsdiagnostik | Grönemeyer Institut für Mikrotherapie

Kardiologie

Vitalitätsdiagnostik

Beurteilung des Signalverhaltens wandbewegungsgestörten Herzmuskelgewebes 15 Minuten nach i.v. Gadolinium-Applikation, geschädigtes Gewebe stellt sich durch die Kontrastmittel-Aufnahme "hell" dar, gesundes Gewebe verbleibt dunkel.

"late enhancement" Technik

Ermöglicht die Unterscheidung zwischen irreversibel geschädigtem Gewebe und funktionsgestörtem, aber vitalem Myokard. Hierdurch wird die Planung der weiteren Behandlung erleichtert und präzisiert.

Normalbefunde



Verschiedene Infarktlokalisationen

Vitalitätsdiagnostik

Ausdehnung und Lokalisation von Durchblutungsstörungen (Perfusionsstörungen, siehe gelbe Pfeile) und late enhancement (rot markiert) entsprechen sich = irreversible Gewebsschädigung.

Deutliche Durchblutungsstörung (Pfeile), aber fehlendes late enhancement = myocardium at risk (bedrohtes Herzmuskelgewebe), weitere Diagnostik und Behandlung dringend erforderlich.



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Vitalitätsdiagnostik - Beispiele

In-Stent-Restenose

Pat., 67 Jahre, männlich, koronare 1- Gefäßerkrankung, Z.n. RCA-Stent 9/03 aktuell: unspezifische rechtsthorakale Schmerzen.

In der Perfusionssequenz (Durchblutungsmessung) findet sich ein deutlich minderdurchblutetes Areal im Bereich der Hinterwand der linken Herzkammer.



Die late enhancement-Sequenz (Vitalität) zeigt aber nur eine sehr kleine Narbe in diesem Bereich, die das deutliche Perfusionsdefizit nicht erklärt.


Hier ist eine weitere invasive Diagnostik zwingend erforderlich.

Die nachfolgend durchgeführte Herzkatheteruntersuchung ergab den Befund einer hochgradigen Verengung der Gefäßstütze (stent) der rechten Herzkranzarterie.

Bypass-Stenosen

Pat., 66 Jahre, männlich, koronare 3-Gefäßerkrankung - Z.n. 3-fach ACVB (RIVA, M1, RCA) - aktuell: Angina pectoris , unauffälliges Belastungs-EKG.

Als Ursache für ausgedehnte Durchblutungsstörungen der Herzvorderwand und Kammerscheidewand in der Adenosin-Stress MRT.








Bypass linke Herzkranzarterie



Bypass rechte Herzkranzarterie


 

Verbesserung der Pumpleistung nach Stent-Implantation

Pat., 76 Jahre, männlich, koronare 3-Gefäßerkrankung.

Z.n. Stenting hochgradiger Stenosen RIVA- und RCA-Bypässe, Verlaufskontrolle.

Vor der Stent-Behandlung

Wandbewegungsstörungen inferior und inferoseptal, Linksherzdilatation (EDV = 224 ml), leicht reduzierte systolische Funktion (Auswurffraktion = 52%).



Nach Einsetzen von Stents

Wandbewegungsstörungen nicht mehr nachweisbar. Dilatation rückläufig (EDV = 188 ml), Pumpfunktion normalisiert (EF = 68%).

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