Nachlese: Vortragsabend zum Welthypertonietag im Grönemeyer Institut | Grönemeyer Institut für Mikrotherapie

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Nachlese: Vortragsabend zum Welthypertonietag im Grönemeyer Institut

Der „stille Killer“ Bluthochdruck – und wie man ihn bekämpft.

Die Gefahren des Bluthochdrucks sind bekannt: Herzinfarkt und Schlaganfall. Obwohl ca. 35 Millionen Deutsche davon betroffen sind, weiß das noch nicht mal jeder Zweite. Bluthochdruck ist oftmals ein „stummes“ Problem, das lange unbemerkt und damit unbehandelt den Betroffenen schaden kann. Selbst wenn Symptome auftreten, werden sie oftmals nicht beachtet oder verdrängt.

Um über diese Gefahr und seine Behandlungsmöglichkeiten aufzuklären, hat das Grönemeyer Institut für Mikrotherapie zum Welthypertonietag (Tag des Bluthochdrucks) zu einem  besonderen Vortragsabend eingeladen. Das Interesse war groß.

„Was ist eigentlich  Blutdruck?“ – dieser Frage ging  Dr. Oliver Klein-Wiele, Kardiologe am Grönemeyer Institut für Mikrotherapie auf den Grund. Nach einer grundlegenden Erläuterung über die Anatomie des Herzens und der Gefäßkreisläufe, stellte  er dar, welche Faktoren Einfluss auf den Blutdruck haben und wie es zu Bluthochdruck kommen kann. Warum sind neben dem Herzen auch die Nieren bei der Blutdruckregulation beteiligt?Welche Ursachen kann Hochdruck haben und welche Risikofaktoren fördern ihn? Vorerkrankungen wie zum Beispiel Diabetes mellitus spielen eine Rolle, aber auch der persönliche Lebensstil.Warum ist der Blutdruck so eng mit der Lebenserwartung verknüpft? Viele Fragen konnte Oliver Klein-Wiele beantworten und  wichtige Einblicke in die modernen Möglichkeiten der Diagnostik geben. Dabei ging es nicht nur um die Unterscheidung des systolischen und diastolischen Wertes, sondern auch um den Sinn von regelmäßiger Blutdruckkontrolle. Deutlich wurde: Hier ist der Patient gefragt. Wer initiativ seinen Blutdruck misst, kann ein Hochdruckproblem erkennen und damit rechtzeitig die Therapie einleiten. Dr. Marietta Garmer, Leitende Radiologin am Grönemeyer Institut, skizzierte die diagnostischen Schritte auf dem Weg zur dauerhaften Gesundheit. Was kann die Radiologie bei der Ursachenforschung von Bluthochdruck leisten? Was geschieht, wenn bereits Schaden entstanden ist? Welche Vorteile birgt ein Herzvolumen-CT gegenüber einem Spiral-CT? So symptomlos Bluthochdruck oftmals für den Betroffenen ist, so zeigen sich seine Auswirkungen doch in der Hightech-Bildgebung des Computertomographen und besonders im Volumen CT. Denn hier kann durch eine einzige Aufnahme der Herz- und Gefäßzustand ohne invasive Maßnahmen bis ins kleinste Detail dargestellt werden. Verengungen und Plaques werden in 3D sichtbar gemacht und weisen auf eventuelle Negativentwicklungen hin. Bezieht der Arzt nun noch umfassend weitere Risikofaktoren mit ein, können dramatische Ereignisse wie Herzinfarkt und Schlaganfall im Optimalfall verhindert werden.

Aber was kann der Einzelne tun, um sich zu schützen und vorzubeugen? Marc Bonsels, Kardiologe am Grönemeyer Institut, wies im Rahmen der nichtmedikamentösen Hochdrucktherapie auf die Faktoren hin, die jeder selbst beeinflussen kann: von Verzicht auf Nikotin über regelmäßige Bewegung zur salzarmen Ernährung spannte er dabei den Bogen.

Doch selbst, wenn alle Bemühungen nicht ausreichen, gibt es noch eine Vielzahl an wirksamen Medikamenten, die zur Blutdrucksenkung dienen. Wie wirken die unterschiedlichen Präparate? Warum werden verschiedene Medikamente oft kombiniert? Und was ist zu tun, wenn trotz allem der Druck nicht sinken will? Weiterführende Therapiemöglichkeiten wie die Renale Denervation wurden von Dr. Marietta Garmer und Marc Bonsels vorgestellt und sie hatten in der abschließenden Fragerunde die Antworten.


Der nächste Vortragsabend findet statt am 26. Juni 2014 um 18:30Uhr
Thema: „Venensprechstunde“
Anmeldungen unter: veranstaltungen@groenemeyer.com

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